Wofür “brenne” ich?

Die Adventszeit lädt wieder dazu ein Kerzen anzuzünden – am Adventskranz, an der Krippe, im Herrgottswinkel…
Damit eine Kerze brennen kann, muss genug Wachs vorhanden sein. Ohne genügend Wachs ist eine Kerze unbrauchbar. Ein starkes Bild für unser Leben: Wer oder was ist mein „Brennstoff“? Wodurch brenne ich? Wofür brenne ich? Wenn ich für diese Frage nicht wach bin, verschlafe ich das Leben.
Letztlich führt uns die Frage zur Sinnfrage des Lebens: Wodurch lebe ich überhaupt? Warum bin ich da? Wer hat mich in dieses Leben gestellt? Wo ist das Ziel? Als Christen und Christinnen dürfen wir daran glauben, dass wir kein Zufallsprodukt sind, sondern von Gott bewusst in dieser Welt gewollt sind, in unserer Einzigartigkeit geliebt und mit einzigartigen Gaben ausgestattet. Vielleicht kann die brennende Kerze genau das symbolisieren: Der Glaube an diesen lebendigen Gott, an das Gute, an die Liebe, an meine eigenen Gaben und Fähigkeiten, an ein Leben, das trotz mancher Schwierigkeiten gelingen kann, weil es einen tragenden Grund hat.

Jeder von uns “brennt” einzigartig!
Jeder von uns „brennt“ einzigartig, IST einzigartig und daher auch für die eigene Lebendigkeit zuallererst selbst verantwortlich. Aber wir können uns gegenseitig wachhalten mit der Frage nach der eigenen Lebendigkeit, mit der Suche nach Gott, der Liebe und dem Leben.